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Die Story...

Happy Birthday

  • Autorenbild: Julia Schmitt
    Julia Schmitt
  • vor 7 Stunden
  • 4 Min. Lesezeit

Leise still und heimlich klopft die 40 an meine Haustür. Wer hätte das gedacht? 40 Jahre wandele ich nun schon auf dieser Welt. Die 18-jährigen jetzt so: „OMG, WTF! Sooooo old!“ und die 60-jährigen so: „Pffffff, komm mal in mein Alter!“ und die 80-jährigen: „Kiiiiiiindergaaarten!“

Und recht haben sie alle irgendwie. Auf ihre Art. Manchmal erscheint es mir unwirklich „so“ alt zu sein und schon so vieles erlebt zu haben und dann wiederum fühlt es sich irgendwie wie „Halbzeit“ an – mehr oder weniger. Wer weiß vielleicht werde ich sogar 90 Jahre alt, oder noch älter, aber so oder so: 40 Jahre sind einfach mal 40 Jahre. 40 Jahre! Das ist doch verrückt. Denn ich weiß ja noch wie ich als kleines Mädchen war, als Jugendliche, als junge Erwachsene; kenne noch einige meiner Ansichten & Gedanken und es ist alles noch da – in mir. Manches davon hat sich stark verändert und manches gar nicht. Aber sie sind alle noch ein Teil von mir. Und das fühlt sich so, so komisch an. Meine Sturm & Drang Zeit ist über 20 Jahre her. Früher fand ich es immer total unrealistisch und konnte mit solch einem Zeitrahmen nichts anfangen. Wenn jemand von vor 15, 20, oder 30 Jahren gesprochen hat, dachte ich so: „Puh, ganz schön alt.“ Und jetzt? Bin ich alt? Rein objektiv gefragt. Ab wann ist man denn alt? Bis wann ist man jung? Wo man doch immer nur so alt ist wie man sich fühlt.


Fakt ist, ein Menschenleben ist endlich und mit jedem Geburtstag, den ich feiern darf, wird mir das bewusster. Ich sehe das keinesfalls pessimistisch, sondern viel mehr einfach als wertungsfreie Realität und Tatsache. Ich habe neulich einen Post gesehen, von jemandem, der 50 Jahre geworden ist und auch diese Endlichkeit sehr präsent spürte und dadurch wurde es mir selber so richtig bewusst. Nicht auf eine: „Was will ich noch alles machen bevor ich gehe?“ – Art, sondern eher auf eine „Boah, geil, was habe ich nicht schon alles erlebt!“ – Weise! Was so alles in einem Leben möglich ist, ist toll; manchmal grell, aber auf alle Fälle lebenswert.


Ich finde es toll, kurz vor der 40 zu stehen. Neulich habe ich eine Jugendliche/junge Erwachsene in der Bahn gesehen, die zu ihrer Freundin sagte, dass sie total am Arsch ist, weil sie noch nicht fürs Abi gelernt hat; keine Ahnung hat, wann sie anfangen soll und wie und überhaupt und sowieso. Und ich dachte so: „Kennste!“ und schmunzelte wohlwollend in mich hinein. Schön war diese Zeit – im Nachgang. Wenn man mittendrin ist, ist es manchmal eher recht unangenehm und manchmal sogar weitestgehend dramatisch.

Heutzutage würde ich sagen: „Papperlappap, das ist noch kein Drama. Da gibt es ganz andere Schicksalsschläge durchzustehen.“ Aber damals fühlte es sich auf jeden Fall schlimm an.


Ich liebe es die Horden an Studenten zu beobachten, wenn ich an einer roten Ampel stehe. Jeder in seinem eigenen Style. Unterschiedliche Altersklassen und auffallend unterschiedliche Charaktere. Der Eine mit fokussiertem Blick, die Andere verträumt am Bummeln. Herrlich! In diesen Köpfen können große Träume stecken, hohe Erwartungen, die Info, dass man Hunger hat, oder sich fragt, bei wem man wohl vortrinken könnte bevor es auf das Techno Festival geht. Auf jeden Fall sind es bei den meisten aus dieser Kategorie recht sorgenfreie Gedanken und/oder zumindest nichts Existenzbedrohendes. Selbstverständlich wird es auch hier schlimme Dinge zu verarbeiten geben, aber stellt man eine Gruppe von Mitte 20-jährigen neben eine Gruppe von Mitte 40-jährigen, dann wird man die unterschiedliche Schwingung & Energie spüren. Ob man es nun Lebenserfahrung, Naivität, Pessimismus, oder Optimismus nennt – völlig wurscht!


Was könnte nur möglich sein, wenn man sich diese Lust & Hingabe aufs und ans Leben, die meistens die jüngeren Generationen weit hinaus ausstrahlen, bis ins hohe Alter bewahren könnte?


Ich hatte das Glück erst als junge Erwachsene mit intensiveren Schicksalsschlägen konfrontiert zu werden und dafür bin ich unfassbar dankbar. So hatte ich die Chance, dass sich meine Resilienz in Ruhe ausbilden konnte, mich besser kennenzulernen, mir ein Netzwerk an Seelen- und Herzensmenschen aufzubauen und mich nicht alleine solchen einschneidenden Erfahrungen stellen zu müssen.

So viel Glück haben leider nicht alle. Und manche haben noch nicht mal das Glück überhaupt 20, 30, 40 Jahre oder noch älter zu werden.


Und so will ich diesen Einblick in meine Gedankenwelt mit Worten der Dankbarkeit zum Ende bringen.

Danke, dass ich fast 40 Jahre alt geworden bin. Danke für all die Erfahrungen, Erlebnisse, Entscheidungen und Menschen, die mal da waren, oder immer noch da sind, oder neu dazugekommen sind. Danke für ein Leben in einem Land, in dem Frieden herrscht. Danke für einen vollen Kühlschrank, Strom, Heizungen, ein kuscheliges Bett, eine tolle Dusche. Danke, dass ich Lesen kann, dass ich das Leben über alle meine Sinne erfahren darf. Danke, dass ich in einem gesunden Körper leben darf. Danke für Yoga & Meditation in meinem Leben und dass ich das Schreiben wieder für mich entdeckt habe. Danke für ein Leben in Fülle und Wohlwollen. Und ja: Gott verdammt! Danke für Schokolade! Ich halte es einfach nicht mehr ohne aus.

 
 

Julia Diandra Schmitt

YoleJule

Kontakt: 

Telefon: +491746914093

Email: jd.schmitt@icloud.com

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